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Familien stärken

Familien stärken

In Troisdorf sollen Familien sich wohlfühlen und gerne leben. Dazu gehört eine Versorgung mit allem, was Familien benötigen, von der Geburt an bis ins Seniorenalter.

Die Stadt soll einem „Familienzentrum“ entsprechen und alle Angebote für die Familien ortsnah und alltagsnah anbieten. Wir stellen uns vor, zukünftig alle Bebauungspläne einer sogenannten Familienverträglichkeitsprüfung zu unterziehen. Damit soll gewährleistet werden, dass sowohl Flächen für Familien in ausreichendem Maße vorhanden sind, als auch Gemeinbedarfsflächen, damit Familien alles vor Ort vorfinden, was benötigt wird.

Kinderbetreuung
Die Kommunen müssen bis spätestens 2013 den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren umsetzen. Dieses Ziel wird in Troisdorf deutlich früher erreicht werden. Unser eigenes Ziel ist der bedarfsgerechte und qualitätvolle Ausbau schon 2010 durch die Mehrung der Plätze in den Einrichtungen und durch den Ausbau der Tagespflege. Zusätzlich wollen wir auch im U3-Bereich integrative Plätze schaffen.

Aufbauend darauf wollen wir weiterhin den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz in modernen, kindgerechten und ortsnahen Einrichtungen mit gutem Fachpersonal garantieren. Die Kindertageseinrichtungen sollen sukzessive alle zu Familienzentren ausgebaut werden. Hierbei setzen wir weiter auf die in Troisdorf gewohnte Trägervielfalt mit unterschiedlichen Erziehungskonzepten, damit wir dem Willen von Kindern und Eltern nachkommen können. Großen Wert legen wir auf den konsequenten Ausbau der Spracherziehung in den Einrichtungen mit dem Konlab-Programm. Wir werden auch in Zukunft in die Gebäude der Einrichtungen investieren, um diese im gewohnt guten Standard zu präsentieren. 

Die Elternbeiträge für Kindertageseinrichtungen in Troisdorf werden wir zum Kindergartenjahr 2009/2010 erheblich senken. Die Betreuungszeit von 25 Stunden wöchentlich wird zukünftig beitragsfrei sein. Die Betreuungszeiten von 35 und 45 Stunden wöchentlich werden zwischen 20 % und 30 % gesenkt. Damit gehen wir einen großen Schritt hin zur Beitragsfreiheit der Kindergärten und sind weiterhin ein zuverlässiger Partner der Familien und tragen zu deren Entlastung bei.

Durch den in den vergangenen Jahren begonnenen Ausbau der Tagesbetreuung an den Grundschulen (TroGata) konnten wir die Anzahl der Ganztagsbetreuungsplätze für Grundschulkinder mehr als verdoppeln. Wir werden die TroGata weiter bedarfsgerecht ausbauen. Gleichzeitig werden wir weiterhin die sogenannte „Schule von acht bis eins“ anbieten. So finden alle Familien das für sie passende Betreuungsangebot.

Wir streben an, die Zusammenarbeit zwischen den Trägern der Kindergarteneinrichtungen, dem Jugendamt und den Grundschulen noch weiter zu intensivieren. So wollen wir einen fließenden Übergang von Kindergarten in Grundschule schaffen und die Bildungseinrichtungen harmonisieren, da wir den Bildungsauftrag des Kinderbildungsgesetzes ernst nehmen.

Als flankierendes Angebot wollen wir zusätzlich die Möglichkeit schaffen, Kinder temporär in Notfällen, z. B. bei Krankheit der Eltern etc., auch sieben Tage in der Woche rund um die Uhr in einer Einrichtung betreuen zu können.

Schule und Bildung
In den letzten Jahren ist es uns gelungen, den Sanierungsstau an den Troisdorfer Schulen zu beheben und die Gebäudesanierung voran zu treiben. Dies werden wir auch zukünftig umsetzen, damit unsere Kinder in einer vernünftigen Atmosphäre lernen und arbeiten können. Wir wollen weiterhin die Eigenverantwortlichkeit der Schulen stützen und die dafür erforderlichen Schulbudgets zur Verfügung stellen. Durch die Veränderungen in den Lehrplänen an den weiterführenden Schulen werden auch diese sukzessive zu Ganztagsschulen. Bis 2010 sollen an allen Schulen Mensen zur Verfügung stehen, um eine Übermittagbetreuung zu gewährleisten. Wir werden den Ausbau von Selbstlernzentren forcieren und grundsätzlich Mittel für die Ausstattung der Schulen bereitstellen. Für Kinder aus sozialschwachen Familien werden wir weiterhin ohne rechtliche Verpflichtung Mittel zur Verfügung stellen, damit diese die entsprechenden Lehrmittel kostenlos erhalten und an der Schulverpflegung, nach der Devise „Kein Kind ohne Mahlzeit“, teilnehmen können.

Wir streben eine engere Vernetzung zwischen Schulen und Hochschulen bzw. Ausbildungsbetrieben an. Mögliche Kooperationen zwischen Schulen, Wirtschaft und Hochschulen wollen wir fördern, damit auch der Übergang von Schule in Beruf bzw. Studium harmonisch verlaufen kann.  

Kinder- und Jugendangebote
Der Neubau und die Sanierung von städtischen Spiel- und Bolzplätzen hat in den letzten Jahren große Fortschritte erfahren. Wir werden mit unserem umfangreichen Programm weiter fortfahren. Ortsnahe Möglichkeiten für die freie Entfaltung der Kinder sind uns besonders wichtig und werden weiterhin erhalten bzw. geschaffen.

Die Ausweitung der freiwilligen Leistungen im Bereich der Jugendhilfe in der Vergangenheit versetzt uns in die Lage, dass wir inzwischen in fast jedem Ortsteil offene und teiloffene Einrichtungen für Jugendliche anbieten können. Wir wollen uns aber nicht auf dem bisher Erreichten ausruhen, sondern verfolgen weiterhin das Ziel, in jedem Ortsteil solche Möglichkeiten zu schaffen. Dabei setzen wir auch weiterhin auf Kooperationen mit der freien Wohlfahrtspflege.

Die freiwillige Unterstützung der Sportvereine durch die Zahlung von Fördermitteln für den Jugendsport werden wir auch in Zukunft durchführen. Die Sportvereine sind ein wichtiger Baustein für die Freizeitgestaltung der Kinder und Jugendlichen in Troisdorf.

Senioren
Unsere Gesellschaft wird immer älter, dies erfordert von den Kommunen spezifische Maßnahmen, damit auch Senioren ein lebenswertes Umfeld erfahren. Die in den letzten Jahren begonnene Altenhilfeplanung wird weiter fortgesetzt und kontinuierlich mit den Bedürfnissen der Menschen abgeglichen. Hier bietet auch der Seniorenbeirat eine gute Unterstützung und dient als Sprachrohr der Senioren, um deren Bedürfnisse mit der Stadt zu kommunizieren. Die Arbeit des Seniorenbeirates wird von uns unterstützt.

Ein besonders großes Problem stellen für Senioren und auch für Behinderte Barrieren im öffentlichen Bereich dar. Diese wollen wir zukünftig durch entsprechende Vorgaben in Bebauungsplänen verhindern und vorhandene Barrieren abbauen.

Um Senioren einen möglichst langen Verbleib in ihrer eigenen Wohnung zu sichern, setzen wir auf ambulante Pflegemöglichkeiten. Wir werden zusätzlich die Plätze für betreutes Wohnen in den nächsten Jahren stetig erhöhen und auch für den qualitätvollen Ausbau der stationären Pflegeplätze im erforderlichen Rahmen sorgen. Zusätzlich werden wir auch die Möglichkeiten des Mehrgenerationen-Wohnens durch die Ausweisung geeigneter Flächen fördern. Weiterhin werden wir ein Förderprogramm für den Umbau von Privatwohnungen hin zur Barrierefreiheit auflegen, so dass seitens der Stadt Zuschüsse für entsprechende individuelle Umbaumaßnahmen an Private vergeben werden können.

Wichtig für Senioren und Behinderte ist auch der Neubau von barrierefreien Wohnungen bzw. die Möglichkeit, einen Umbau hin zur Barrierefreiheit zu schaffen. Hier werden wir Gespräche mit den Wohnungsbaugesellschaften führen, damit entsprechende Wohnungen geschaffen werden.

Integration
Die CDU-Troisdorf beschäftigt sich seit vielen Jahren damit, die Integration von Zuwanderern voran zu treiben. Wir stützen die Arbeit des Ausländerbeirates und der ehrenamtlichen Integrationsbeauftragten der Stadt Troisdorf. Für die kommende Legislaturperiode wollen wir einen Integrationsplan initiieren. Sprache ist der Schlüssel zu erfolgreicher Integration, daher betreiben wir Sprachförderung schon im Kindergarten, um Kindern einen erfolgreichen Start in die Schule zu ermöglichen. Auch im Bereich der Erwachsenenbildung setzen wir Maßstäbe, um die Integration zu verbessern.